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re@di wird international

Und wieder einmal ist das interkommunale Netzwerk re@di – regional.digital Vorreiterin in Sachen Digitalisierung. Dieses Mal haben wir die Globalisierung im Visier. Wie zum Beispiel gerade mit den Geflüchteten aus der Ukraine, stehen die MitarbeiterInnen unserer Verwaltung immer mehr im Gespräch mit Menschen anderer Sprachen. Für re@di-Verwaltungen ist das aber nicht länger eine Herausforderungen. Denn nun steht mit re@di2Translate (https://translate.readi.de/) ein allgemein nutzbarer und datenschutzsicherer Übersetzungsdienst auf Open-Source-Basis zur Verfügung, der von allen re@di-Stadtverwaltungen, Bürgern, Firmen und Vereinen zum Übersetzen von und in die gängigen Sprachen der Welt genutzt wird.

Screenshot: re@di2translate: einfach zu nutzen und mit 30 möglichen Sprachen ein Globetrotter

Aus der Verwaltung in das Netzwerk

Die ursprüngliche Anfrage zu einem Übersetzungsdienst kam gleichzeitig von mehreren Ämtern der Stadtverwaltung Bruchsal. Hier war die Anforderung datenschutzkonform, von und nach Ukrainisch übersetzen zu können. Bei einer Marktanalyse stießen die MitarbeiterInnen auf LibreTranslate. Schnell wurde der Code, gemeinsam mit unserem Partner H2Invent an die Bedarfe angepasst und ganz im Sinne des re@di-Spirits als Angebot aller re@di-Städte ausgerollt.

Mit Liebe und Datensicherheit

Wie es für re@di üblich ist alles wieder ein Gemeinschaftsprojekt mit viel Liebe und Open-Source, dafür ohne „Datenschnorchel“ kommerzieller, nicht datenschutzkonformer Anbieter. Zudem alles in Deutschland gehostet und von öffentlicher Hand verwaltet, sodass sichergestellt ist, dass die Daten nicht weiterverkauft werden. In Zeiten von Krieg in der Menschen, die politisch verfolgt werden bei uns in Deckung gehen müssen ist es eben keine gute Idee, Cloud-basierte Anbieter zum Übersetzen zu verwenden, bei denen nicht sichergestellt werden kann, dass die erhobenen Daten nicht über viele Zwischenhändler an die politischen Gegner eben dieser Menschen im schlimmsten Fall in Echtzeit weiterverkauft werden.

Screenshot: Dank der virtuellen Tastatur lassen sich auch Sprachen mit anderen Schriftzeichen nutzen.

re@di geht als öffentliche Verwaltung mit gutem Beispiel voran und behandelt die Daten, die uns anvertraut werden so, dass sich keine Risiken ergeben. Die Lösung ist browserbasiert, funktioniert also ohne die Installation einer Software, basiert auf LibreTranslate (https://libretranslate.com/), einer freien Software (FLOSS), die über sog. Machine-Learning verschiedene Sprachen „gelernt“ hat.

Nutzt das Tool gerne auch für eure Arbeit. Es ist ausdrücklich erlaubt, dass auch Bürger, Vereine und Firmen die Lösung nutzen können!