Am 15. Juli 2026 hat sich die re@di‑Fachgruppe in Rastatt getroffen – eingebettet in ein sommerliches Netzwerktreffen und mit einem klaren Fokus: Wie bleiben wir bei wachsender Größe und Komplexität wirksam, ohne unseren re@di‑Spirit zu verlieren?
Der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können: Zeitgleich ist der neue KGSt‑Bericht zum Thema „Netzwerkkommunen“ erschienen. re@di war dabei nicht nur Inspiration für den Bericht, für re@di war der Bericht ebenso anregend und inspirierend. Das Fachgruppentreffen war nun ein Schlusspunkt für einen längeren Prozess, in dem wir den aktuellen Stand des Netzwerkes reflektiert haben:
- Wir sind deutlich gewachsen – in Reichweite, Themen und Beteiligten.
- Mit der Größe steigt auch die Komplexität im Miteinander.
- Zentral bleibt die Frage: Wie viel Wirksamkeit entfalten wir wirklich – und wie verstetigen wir diese nachhaltig?
Immer mit im Blick: die Balance zwischen mehr Professionalität und dem kulturellen Unterbau, der re@di ausmacht – die Möglichkeit, sich niedrigschwellig zu engagieren, spontan Ideen einzubringen und Austausch auf Augenhöhe zu leben.
Wichtige Entscheideungen der Fachgruppe
Um diese Balance zu halten und unsere Wirksamkeit zu erhöhen, hat die Fachgruppe in Rastatt mehrere grundlegende Entscheidungen getroffen:
Unter dem Eindruck unserer Reflexion und mit Blick auf den kommenden re@diTAG im Oktober 2026 haben wir unsere Willensbekundung überarbeitet und ergänzt: Wir haben einen Absatz zur Einbringung der Städte in das Netzwerk und zu rechtlichen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten formuliert. Beides basiert auf Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Jahre. Die Willensbekundung bleibt damit das tragende Fundament der Zusammenarbeit – spiegelt nun aber stärker die Governance‑Strukturen wider, die wir in den vergangenen Monaten nachgeschärft haben.
Das Netzwerk ist reifer, komplexer und schlagkräftiger geworden. Das neue Organigramm trägt dem Rechnung:
- Wir stärken unsere AnsprechpartnerInnen in den Städten, damit wir vor Ort mehr Sichtbarkeit und Anlaufstelle bieten.
- Wir stärken unsere vielen Innovations- und Digitallotsen‑Teams in dem wir sie stärker einbinden – für mehr Vernetzung und fachlichen Austausch.
- Und wir verbinden unsere eigenen Arbeitsgremien mit anderen bereits bestehenden Arbeitsgremium, um mehr Synergien zu ermöglichen.
Aus Projekt- und Fachgruppen werden Netzwerktreffen
Wir vereinfachen die operative Arbeitsebene und geben mehr Leitlinie, wie Mitarbeitende in den Städten sind einfach, schnell und zielorientiert mit anderen KollegInnen zusammentun können. Im Fokus steht dabei der qualitative Austausch und die Möglichkeit auch Projekte nachhaltig umzusetzen. Für gute Projekte gibt es künftig unseren Passierschein R42, damit Projekte besse greifbar, professioneller umgesetzt und sorgfältiger evaluiert werden können. Das Ziel: mehr konkreter Nutzen.
Interkommunale Zusammenarbeit ist kein Selbstläufer
Alle diese Schritte eint eine Erkenntnis, die auch im KGSt‑Bericht deutlich wird: Interkommunale Zusammenarbeit ist ein großer Mehrwert – aber keine Selbstverständlichkeit.
- kontinuierliche Reflexion,
- gemeinsames Nachjustieren von Strukturen,
- und vor allem Aufmerksamkeit für die qualitativ gute Zusammenarbeit hinter den Projektergebnissen.
Gerade weil Kommunen in der Digitalisierungskette oft noch das letzte Glied sind und eher Gegenwind als Rückenwind spüren, ist ein starkes Netzwerk wie re@di umso wichtiger. Unser Fachgruppentreffen in Rastatt war ein weiterer Schritt, um re@di als Netzwerkkommune weiterzuentwickeln: wirksamer, professioneller – und doch mit dem bekannten re@di‑Spirit und viel Raum für engagierte Menschen.